.net
15seconds
camera obscura
cineatic
crossblogging
gedanken zum tag
life
media.filter
textwerkstatt
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren

 
directed by Paul McGuigan
imdb link

endlich endlich wieder mal in einem dieser dunklen filmtheater sitzen und sich hineinfallen lassen in was da kommen mag. ganz informationsfaul und gelassen assozierte ich dem filmplakat von lucky number slevin eine art seelenverwandschaft mit 'seven' hinzu, die farbliche stimmung des plakats widersprach meiner kreativen konfusität nicht und auch Morgan Freeman agierte als stummer zustimmer durch sein auftreten in beiden. wäre da nicht Ray gewesen der vielleicht nicht begeistert war, es aber dennoch mühelos schaffte meiner neugier nährboden zu bieten, ich hätte slevin vermutlich verschmäht. nicht aber so. mit einer von mir so geschätzten langsamkeit der bilder, einer ruhigen aber bestimmten erzählweise und gewitzter cinematographie enttäuschte slevin vielleicht zu beginn all jene die für 'tschin-bumm' gekommen waren, begeisterte mich aber umso mehr. Bruce spielt solid was er so gut kann, Lucy Liu ist äußerst charmant und Josh Hartnett ist mehr als nur überzeugend. ich jedenfalls empfehle, bei geeigneter stimmung, beim nächsten kinoroulette auf die slevin zu setzten. keine offenbarung aber intelligente unterhaltung allemal (mit einer kleinen warnung für zarte gemüter vor graphisch violentem).

gitarrenklänge. die samstägliche sonne die durchs fenster scheint. davor den tag mit einem kleinen etwas zu teuren einkauf begonnen. truthahn geschnezeltes gekocht. auf meiner couch etwas zu schnell gegessen und dann gitarrenklänge. und ich beginne langsam langsamer zu werden. lass mir zeit und orientiere mich. wo bin ich. wer bin ich. und die samstägliche sonne die durchs fenster scheint. eine halbe ewigkeit scheint der moment her zu sein an den ich mich erinnere und der mich veranlasst nach ihm zu suchen. ich lächle. man hat so unendlich viel zeit wenn man sich zeit lässt. klaus trabitsch - du&i. damals noch am campus und plötzlich kann ich mich erinnern als ob es gestern gewesen wäre. wie die sonnenstrahlen des novembers mein gesicht wärmten, meine gedanken fliegen ließen. und heute? ein kleines haus mit 3 freunden. eine kleine küche. ein kleines niemals gemähtes grün das man vorgarten nennen kann. mein zweites universitätsjahr neigt sich langsam dem ende zu. gestern noch sitze ich verträumt im auto und denke über die starken stimmungsschwankungen der letzten tage nach. wie sich manchmal alles voller möglichkeiten anfühlt. voller abenteuer und unbekannten geschichten. tags darauf ruht die triste umgebung gefängniszellengleich auf meinen allzu schwachen schultern und das dunkelgelbe licht der straßenlampen zährt an meinem gemüt während die schatten meiner ungewissen zukunft mich zu erdrücken drohen. wie wunderschön zartbitter-orange es sich in passend dunklen worten suhlen lässt. gerade eben habe ich die fishers (six feet under) durch die letzten episode der vierten staffel begleitet wo david gegen ende wieder einmal seinem toten vater nathaniel begegnet. david trägt aufgrund vorangegangener ereignisse viel schmerz und angst mit sich und findet keine erlösung. nathaniel macht ihn darauf aufmerksam dass ein 'bisschen schmerz' nicht vergleichbar ist mit dem tod. die einfache lösung liegt genau vor ihm: sie heißt leben. ein bisschen mehr leben und ein bisschen weniger leiden. jetzt hat winamp klaus trabitsch's du&i erreicht und ich lächle. danach kommt 'luftdeppert'. wunderbar.

schreibt daddyd und ich möchte auch gratulieren. seine bücher gehören ohne zweifel zu meinen lieblingskinderbüchern. und während ich jetzt lächle fallen mir einige andere bücher ein die mich sicher sehr geprägt haben. das kleine ich bin ich, die geggis, ein buch über kleine lebewesen die in einem baum leben und dann später einen 'drachen' bändigen (kann mich gerade nicht erinnern). die kinder von bullerbü und pippi langstrumpf. all diese wunderbaren geschichten und erinnerungen in meine kopf. da ärgert es mich gerade um so mehr, dass das lesen im internet in meinem fall zunehmend überhand nimmt und ich nicht annähernd so viele bücher lese wie früher wo ich manche zuweilen kaum weglegen konnte.

"Every second five people are born and two people die, a net gain of three people. At this rate, the world population is doubling every 40 years. However the United Nations estimates that we will only be 12 billion in 120 years."
(6 Billion Human Beings)

london city hall panoramas

gestern habe ich einen recht langen tag in der stadt verbracht da 3 freunde übers wochenende auf besuch sind. einquartiert sind sie in einer sehr hübschen gegend unmittelbar bei kensington gardens. nach einem kurzen besuch ihrer behausung inklusive balkon sind wir dann durch den park geschlendert der unmittelbar in den hyde park übergeht. da übers wochenende die city hall offen hat haben wir ihr dann einen besuch abgestattet. etwas später hat sich dann die queensway als fast schon überfordernd vielfältige lokalstraße herausgestellt und letzten endes sind wir in einem chinesen gelandet der uns vorzüglich bewirtet hat. die finanzielle seite des tages werde ich hier galant verschweigen. bei der heimfahrt hatte ich wieder einmal dieses sehr eigenartige gefühl mich selbst wie in einem film zu beobachten. der fokus verschiebt sich in solchen momenten von meiner perspektive weg zu einer dritten beobachtenden und es nicht mehr wichtig was ich in diesem moment sehe sondern was ich nicht sehe, was um das szenario herum passiert in dem ich mich befinde. wie als ob die kamera den bildausschnitt erweitert und im fall des zuges z.b. nicht mehr meine sicht darstellt sondern der ganze wagon, zug, das ganze gleissystem im zentrum der betrachtung liegt. ich glaube ich dramatisiere mein leben ganz gern.

themse
"an der themse stehen, das ist schön." der google-maps boden im erdgeschoß.

 

twoday.net AGB

xml version of this page

powered by Antville powered by Helma
Creative Commons License